Das 7. Deutsche BioSensor Symposium wird vom 03. - 06. April 2011 vom Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V. (iba) in Heilbad Heiligenstadt ausgerichtet. Das Institut nimmt als außeruniversitäre Forschungseinrichtung an seinem Standort in Nordthüringen eine Brückenfunktion zwischen den Forschungsstandorten Thüringens (vor allem nach Jena und Ilmenau) und Südniedersachsens (hauptsächlich nach Göttingen) wahr und möchte mit der Ausrichtung des Symposiums besonders auch Forschungsergebnisse von Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen aus diesen Regionen präsentieren.
Das iba selbst forscht anwendungsorientiert zum Thema "Biotechniques at Interfaces" und zielt dabei auf technische Systeme für die Lebenswissenschaften mit funktionalisierten Grenzflächen und Biointerfaces. Auch Biosensoren und Biochips sind durch Wechselwirkungen an Grenzflächen bestimmt. Sie haben heute einen hohen Entwicklungsstand erreicht. Mit "biosensors for profit - what else" charakterisierte Gerry A. Rechnitz, einer der frühen Biosensorforscher, die Entwicklung der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Viele Anwendungen scheitern aber immer noch an der Natur des Biosensors selbst - bei den Rezeptoren handelt es sich meist um empfindliche biochemische Strukturen. Transducer sind technisch weit entwickelt, ihr praktischer Einsatz ist aber oft ebenfalls durch die konkrete Anwendungsumgebung limitiert.
Das 7. DBS will neben aktuellen Entwicklungen bei Rezeptoren und Transducern neue bioanaloge und synthetische Rezeptoren, ausgewählte Methoden zu ihrer Herstellung und Anwendungen von Biosensoren und Biochips in mikroanalytischen Systemen behandeln. Eine besondere Rolle sollen preiswerte Biosensoren für disposable-Anwendungen spielen. Darüber hinaus wird sich das Symposium mit der gezielten Funktionalisierung der Interfaces von Rezeptoren und Transducern für die jeweilige Anwendungsumgebung des Biosensors beschäftigen.
Die Ergebnisse aus Forschung und Industrie werden in Übersichtsvorträgen, Kurzvorträgen und als Poster präsentiert. Besonderer Wert wird auf Präsentationen jüngerer Forscher gelegt. Sie sollen ermutigt werden, ihre Ergebnisse vorzustellen und Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
- Biosensoren mit innovativen Rezeptoren und Transducern
- Methoden zur Herstellung von nicht "klassischen" (biomimetischen, synthetischen…) Rezeptoren
- DNA- und Protein-Biochips
- Mikrofluidische Systeme, Lab on the Chip, MEMS,
- Biosensoren für disposable-Anwendungen
- Interface-Probleme von Biosensoren in ihrer Anwendungsumgebung
- Biosignale und Biosensorik in der Mensch-Maschine-Kommunikation